Seit der Migration auf x86-CPUs sind Apples Desktop-Rechner und Notebooks eine Intel-Only-Zone. Gerüchteweise soll die Firma aber nun auch mit AMD im Gespräch sein. Schon jetzt gibt es allerhand Spekulationen.
Vergangenen Freitag berichtete die englischsprachige Seite AppleInsiderdarüber, man habe Vertreter von AMD bei Apple gesichtet. Dies könne als mögliches Zeichen für Verhandlungen zwischen den beiden Firmen gewertet werden, so AI. Darüber, was es damit wirklich auf sich hat, wird seitdem auf vielen Seiten wild spekuliert.
AI selbst meinen, es könnte schlicht eine Verhandlungstaktik gegenüber Intel sein. Vielleicht sei man mit der Verfügbarkeit oder den Preisen der CPUs nicht zufrieden. Außerdem habe Apple in der Vergangenheit oft schon vor anderen Firmen Intels neuste CPUs einsetzen dürfen – ein Trend, der sich aber zuletzt nicht fortgesetzt hatte. Selbst wenn keine dieser Vermutungen zutreffe, sei es immer noch sicherer, sich nicht nur auf einen Hersteller zu verlassen, schließen AI ihre Argumentation ab.
An dieser Stelle wollen wir auch selbst ein wenig mit spekulieren: Apple ist dafür bekannt, gerne “Sonderwünsche” zu äußern. So wurde der G5-Prozessor der letzten PowerPC-Rechner praktisch für Apple entworfen, auch wenn er ein Derivat einer Power-Reihe war. Auch der GeForce-320M-Chip der gerade vorgestellten MacBook Pros im 13-Zoll-Format ist wohl eine Sonderentwicklung für Apple gewesen. Vielleicht wollte Intel nicht mehr auf Apples Wünsche eingehen, weshalb man nun mit der Konkurrenz rede.
Arstechnica kann sich den Einsatz von AMD-Hardware in Apple-Rechnern durchaus vorstellen. Im High-End-Bereich stehe Intel zwar nach wie vor allein da, doch für preiswertere Rechner sei AMD-Hardware eine sinnvolle Alternative. Konkret böte es sich an, die AMD-Plattform im iMac zu verbauen. So könnte man preiswerte (Athlon II X2/3/4) oder gehobene (Phenom II X2/3/4) CPUs anbieten und mit “einfacher” aber vergleichsweise potenter Chipsatzgrafik (AMD 785G/890GX etc.) oder eben dedizierten, modernen und nicht zuletzt OpenCL-kompatiblen Grafikchips kombinieren.
Der Lizenzstreit mit Nvidia habe auch Apple tangiert, denn man könne nun nicht mehr einen Nvidia-Chipsatz mit passender Grafik nutzen sondern war gezwungen, selbst ein Optimus-Äquivalent zu entwickeln, um nicht nur auf die Intel-GPU angewiesen zu sein und doch zwischen den Grafiklösungen umschalten zu können. Im Notebook sei der Einsatz von AMDs CPUs aber nicht denkbar, meinen Arstechnica. Dafür fehle es im Vergleich zu Intels Hardware an Effizienz und Leistung.
Ob die Verhandlungen also auf konkrete Ergebnisse abzielen oder ein offen gezeigter Wink mit dem Zaunpfahl an Intel sind, kann man so oder so sehen. Dass Apple mit diversen Firmen verhandelt, ist nichts Neues. Andererseits heißt es aber, dass IBM die letzten waren, die vom schon beschlossenen Umstieg auf x86-Hardware erfuhren. Plante Apple also etwas, würde man gerade bei dieser Firma erwarten, dass sie es sehr viel unauffälliger tut.
Quelle: tomshardware.de
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Seit der Migration auf x86-CPUs sind Apples Desktop-Rechner und Notebooks eine Intel-Only-Zone. Gerüchteweise soll die Firma aber nun auch mit AMD im Gespräch sein. Schon jetzt gibt es allerhand Spekulationen.


18. Mai 2010 - 05:21
Danke für die tollen Inhalte, ich komme immer wieder gerne hier her zum Lesen!